Glück.

Auf unserer Reise widerfährt es uns immer wieder – Glück.

Nicht nur, dass wir einfach das große Glück, das große Privileg haben, es uns überhaupt leisten zu können von Zuhause weg zugehen – die weite Welt zu erkunden. Nicht nur, dass wir im Gegensatz zu vielen anderen das Glück haben, täglich genügend Essen und Trinken sowie einen sicheren Unterschlupf zum Schlafen unser eigen nennen zu können – wir haben on top noch das Glück, jeden Tag neue Erfahrungen sammeln zu dürfen – und das überall auf der Welt.

UND: Glück wiederfährt uns auch in Form ungeahnter Wendungen auf unserer Reise

In Koh Lanta erfuhren wir über Instagram von dem sich nähernden Tropensturm Pabuk, nach Vorhersagen das größte Unwetter Thailands seit über 50 Jahren. Glücklicherweise sollte Koh Lanta nicht vom Zentrum des Sturms betroffen sein, trotzdem machten wir uns den ein oder anderen Gedanken darüber. Vor allem aber verfolgten wir angespannt die Entwicklung an anderen Orten in Thailand, wie zum Beispiel auf Koh Samui, die es noch viel härter treffen sollte. Aber auch hier hatten wir es wieder: Glück. Auf Koh Lanta wurden wir bis auf ein paar Regenschauer und unzählige, kurze Stromausfälle von Schlimmerem verschont und auch auf Samui wütete der Sturm nicht so heftig wie vermutet. Und dennoch – es gab einzelne Menschen, die nicht so viel Glück hatten wie wir.

Trotz Unwetterwarnung durften wir einen tollen Tag an den Stränden Koh Lantas verbringen

Dunkle Wolken ziehen auf. Auf der Heimfahrt wurden wir ziemlich nass. Trotzdem – wir hatten Glück, dass es dabei blieb.

In Trang hatten wir das „Pech“, dass wir zu einer Zeit anreisten, wo das sonst so untouristische und daher nie ausgebuchte Städtchen plötzlich kein Zimmer mehr für uns hatte – und das, wo wir die Zugtickets für den übernächsten Tag schon gebucht hatten. Aufgrund eines Austausches reisten nämlich genau an diesen beiden Tagen viele Studenten der umliegenden Regionen nach Trang und so war für unsere zweite Übernachtung alles (bis auf eine 150Euro-Suite) ausgebucht. Doch trotz stundenlangem „Klinken putzen“ auf der Suche nach einer freien Unterkunft und trotz der zig Planänderungen, die wir in diesen Tagen erlebten – wir hatten damit großes Glück. Denn ohne diesen Zwischenfall hätte es uns niemals nach Patthalung verschlagen, eine Station auf unserer Thailandreise, die wir im Nachhinein niemals missen wollten.

Nach einem langem, hektischen Tag besuchten wir am Abend in Trang noch einen Nachtmarkt.

Wir hatten Glück, dort ein super 4* Hotel für schlappe 25 Euro pro Nacht zu bekommen, wir hatten das Glück auf der Minivan Fahrt von Trang aus einen Tempel am Wegestrand zu entdecken, der uns später aus den Socken hauen würde. Und wir hatten das Glück, von unserem Minivan-Fahrer von der Busstation noch bis in die Stadt an den Bahnhof gebracht zu werden.

Alles Zufälle, für die wir so so dankbar sind!

Super schöner Tempel in Phattalung

Und damit nicht genug!

Denn auch in Bangkok verfolgte uns das Glück.

Bei dem Besuch eines Sikh Tempels, die wir seit unserem Aufenthalt in Indien zu lieben gelernt haben, klärte uns ein netter Mann nicht nur über die Religion an sich, sondern auch über die bevorstehenden Festlichkeiten zu Ehren des Geburtstages des 11. Gurus auf. So besuchten wir am nächsten Tag den Tempel erneut und durften nicht nur ein super leckeres „Langar“ genießen, sondern auch der Zeremonie zur Lesung der 11 Bücher beiwohnen, die insgesamt über 3 Tage bzw. 60 Stunden abgehalten wird.

Köstliches Frühstück im Sikh Tempel Bangkoks

Nun sind wir im Norden. In Chiang Mai.
Gerade noch waren wir im Nachtzug, wo wir zwei nette Deutsche kennenlernen durften, die seit 4 Tagen auch auf einer längeren Reise durch Süd-Ost-Asien sind. Und jetzt sitzen wir hier: in einem riesigen Familienzimmer mit 3 Betten, Schreibtisch, Balkon, Kühlschrank. Idyllisch gelegen abseits des Trubel in Chiang Mai. Und wir können unser Glück wieder nicht fassen: Wir wurden von einem Standard Doppelzimmer für 570 Baht pro Nacht einfach mal auf das größte vorhandene Zimmer geupgradet, da alle anderen Zimmer bereits belegt waren. Ohne Aufpreis und vor allem an einem Punkt unserer Thailand-Reise, der nicht passender hätte sein können: Nach zwei Nachtfahrten innerhalb von fünf Tagen und drei aufregenden aber auch stressigen Tagen in Bangkok brauchen wir jetzt gerade genau das: Entspannung und einen Platz um unsere Gedanken zu ordnen.

Unser neues Zuhause in Chiang Mai.

Wir sind einfach nur dankbar für diese Fügungen des Schicksals und merken auf unserer Reise immer mehr: Auch kleine Rückschläge haben ihren Sinn. Und meistens wird man mit etwas unglaublich tollem belohnt.

Glück.


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