Hallo da draußen – wir leben noch!

Unser letzter Blogbeitrag liegt nun ja schon fast 2 Monate zurück. Wir waren damals noch in Taiwan, planten unsere Rundreise um die Insel und blickten auf die letzten 3 Wochen auf den Philippinen zurück. Seitdem ist viel passiert, auf unserem Blog allerdings wurde es nach und nach etwas ruhiger und die Frequenz der Beiträge und Videos nahm langsam aber sicher ab.

Woran das lag? Gute Frage! 😀 Wir möchten die Gelegenheit nutzen und gemeinsam mit euch die letzten Wochen Revue passieren lassen, evtl. kommen wir der Lösung ja auf die Spur.

4 Länder in 8 Wochen

Taiwan, Japan, Hawaii, Costa Rica…das sind unsere Stationen der letzten acht Wochen. Vier Länder innerhalb von acht Wochen, das macht im Schnitt zwei Wochen pro Land.

Hierzu im Vergleich: Im gleichen Zeitraum bereisten wir zu Beginn unserer Weltreise lediglich zwei Länder (Indien und Thailand). Der Schnitt in den ersten 3 Monaten lag bei etwa drei Wochen pro Land.

Wir reisen schneller

Ich denke ihr merkt schon worauf wir hinaus wollen: Wir sind schlicht und einfach langsam aber sicher immer schneller gereist. Das hat im Nachhinein mehrere Gründe:

  • Je länger wir unterwegs waren, desto bewusster wurde uns der Fakt, das unsere Zeit zum Reisen begrenzt ist. Verschwendeten wir zu Beginn noch gar keinen Gedanken daran, dass wir ja „ nur noch“ soundsoviel Zeit haben, kam dieser Gedanke in den letzten Wochen deutlich häufiger in unsere Köpfe. Das führte dann unbewusst dazu, dass wir das eine oder andere Ziel „noch schnell“ in den Reiseplan integriert, schließlich ist man ja gerade eh in der Gegend.
  • Das führt uns direkt zum nächsten Punkt: Hawaii, genauer gesagt 7 Tage auf der Insel Oahu. Wieso so kurz? Das ist schnell erklärt: Hawaii ist einfach sau teuer! Alleine unsere Unterkunft dort kostete 3,5x so viel wie auf den Stationen zuvor und auch die Lebensmittel sind um ein Vielfaches teurer als beispielsweise in Südostasien. Da Hawaii aber einfach perfekt auf der Route von Japan nach Mittelamerika lag, wollten wir uns die Gelegenheit eines Besuchs einfach nicht entgehen lassen.
  • Apropos Japan: Hier ging es uns nicht darum das Land zu entdecken oder Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Nein, wir wollten schlicht und einfach Zeit mit Julias Oma verbringen und ein wenig Abstand vom Reisen und auch Arbeiten nehmen. Und genau das taten wir! Unseren Aufenthalt aber künstlich in die Länge ziehen wollten wir nicht, denn nach zwei wunderbaren Wochen und vielen unterhaltsamen Abenden mit Julias Oma hatte uns die Abenteuerlust wieder gepackt und wir waren bereit für neues.

Unabhängig davon wie verschieden oder nachvollziehbar diese Gründe für unser schnelleres Reisen auch sind, das Fazit ist eigentlich ganz einfach: Schneller Reisen bedeutet mehr sehen und erleben in weniger Zeit. Sprich, wir haben fast jeden Tag etwas unternommen und Pausentage eigentlich nur in Form von Reisetagen eingelegt. Viel Zeit zum Bloggen bleibt da einfach nicht mehr.

Teure Länder, teures Essen

„OK, viel unternommen, viel gereist, aber abends hat man doch immer noch mal 1-2 Stunden zum entspannen.“

Nunja, auch das war bei uns nicht immer so einfach. Dazu müssen wir aber erwähnen: Die bereisten Länder ab Taiwan wurden sukzessive immer teurer, weshalb wir uns von da an meist für Unterkünfte mit einer kleinen Küche entschieden. Die Begründung: Selbst kochen ist IMMER deutlich billiger als essen gehen.

Das bedeutet aber auch: Jeden Abend noch einkaufen, Gemüse schnibbeln, kochen und abwaschen. Und im Anschluss dann aber entspannen oder? Nunja, nicht ganz, schließlich will der nächste Tag ja auch ein wenig geplant werden. Und danach gehts dann meist auch schon totmüde ins Bett.

Fokuswechsel

Und dann ist da ja auch noch dieses Instagram. Anfangs von uns eigentlich hauptsächlich als private Bildersammlung gedacht, waren wir mehr und mehr davon begeistert wie viel direktes Feedback, Inspiration und Austausch mit anderen Reisenden auf dieser Plattform möglich ist. Zudem ist es einfach viel intuitiver und weniger zeitintensiv einen Tag in Form von kurzen Bildern und Videos auf dem Handy ohne Medienbruch mit euch da draußen zu teilen. Gerade wenn man eben durch das schnellere Reisen kaum Zeit zur Verfügung hat. Mehr und mehr verschob sich unser Fokus also weg vom eigentlich Kern unserer Inhalte auf dieser Website hin zu Instagram.

Du hast die Kontrolle

Aber versteht uns hier bitte nicht falsch, das soll keine Rechtfertigung werden und schon gar keine Beschwerde über unser hartes hartes Leben als Weltreisende 😀 Wir genießen jede Minute und sind uns darüber bewusst, welch Privileg diese Reise für uns darstellt. Es tut aber manchmal einfach gut seine Gedanken zu Papier zu bringen und sich somit selbst über einige Dinge klarer zu werden. Dinge die gut liefen, aber vielleicht auch Dinge die man beim nächsten Mal anders machen würde.

Und so hoffen wir, dass wir in nächster Zeit wieder etwas aktiver auf unserem Blog werden können. Denn auch im Angesicht der Tatsache, dass unsere Weltreise in spätestens zwei Monate vorerst zu Ende geht: Wir können unser Reise-Tempo und unsere -Schwerpunkte selbst bestimmen, völlig unabhängig davon wie lange wir noch unterwegs sind.

Und das, liebe Freunde, gilt nicht nur fürs Reisen sondern fürs ganze Leben! Du hast die Kontrolle, also mach das beste draus! 🙂


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