2,50 € in … Thailand!

Thailand ist mittlerweile ein sehr beliebtes und viel bereistes Land. Das hat seine Vor- und Nachteile: Die Infrastruktur für Touristen ist extrem gut und dadurch ist Thailand super einfach zu bereisen. Andererseits haben wir das Gefühl, dass die Preise dadurch auch etwas gestiegen sind. Tatsächlich kann das aber auch daran liegen, dass wir von unserem einmonatigen Aufenthalt in Indien einfach sehr verwöhnt in Thailand angekommen sind. So war es für uns erstmal ein Schock für eine Unterkunft nun fast das Doppelte zu bezahlen. Doch trotzdem: Thailand ist und bleibt ein schönes und für uns Deutsche sehr günstiges Reiseland! Also hier unsere gesamten Ausgaben! Bis aufs Cent genau für euch notiert!

Kostenart Gesamtpreis (€) Preis/Person (€) Preis/Tag (€) Preis/Tag/Person (€)
Anreise 381 € 190,5 € 13,14 € 6,57 €
Unterkunft 475,96 237,98 € 16,41 € 8,21 €
Verpflegung 491,49 € 245,75 € 16,95 € 8,47 €
Freizeit 154.56 € 77,28 € 5,33 € 2,66 €
Mobilität 289,89 € 144,95 € 10,00 € 5,00 €
Gesundheit & Hygiene 10,27 € 5,14 € 0,35 € 0,18 €
Telekommunikation 31,23 € 15,62 € 1,08 € 0,54 €
Wäsche 17,39 € 8,70 € 0,60 € 0,30 €
Sonstiges 28,79 € 14,40 € 0,99 € 0,50 €
Bankgebühren 24,74 € 12,37 € 0,85 € 0,43 €
Gesamt mit Anreise 1905,32 € 952,66 € 65,70 € 32,85 €
Gesamt ohne Anreise 1524,32 € 762,16 € 52,56 € 26.28 €

Anreise

Von Jaipur in Indien ging es für uns im Flugzeug über Bangkok weiter nach Krabi, da wir auf Koh Lanta ein befreundetes Paar treffen und Silvester mit ihnen verbringen wollten. Auch dieses Mal mussten wir uns für die Einreise nach Thailand ein sogenanntes „Wegwerf-Ticket“ besorgen, da bei Einreise oft nach dem Weiterflugticket (aus dem jeweiligen Land heraus) gefragt wird. Da wir mit www.bestonwardticket.com beim Flug nach Indien bereits gut Erfahrungen gesammelt hatten, nutzten wir deren Service auch diesmal und buchten das Ticket am Tag des Abflugs. Leider erhielten wir dieses jedoch nicht wie auf der Website angepriesen nach maximal 2 Stunden Wartezeit und so saßen wir am Flughafen in Jaipur auf heißen Kohlen. Erst nach dem Boarding kurz vor Abflug kam das Weiterflugticket per Mail bei uns an. Falls ihr also vorhabt, bei Bestonward ein Ticket zu buchen – macht es am besten ein paar Tage im voraus und lasst es euch dann zu dem gewünschten Zeitpunkt zuschicken. Bei uns hat es am Ende zwar noch geklappt, aber den Stress vorher und vor allem nachher (wir verlangten natürlich unser Geld zurück) braucht wirklich niemand! Dennoch können wir von Glück im Unglück sprechen, denn a) haben wir das Ticket ja noch kurz vor knapp erhalten und konnten somit ohne Probleme einreisen und b) haben wir die Kosten nach mehreren eindringlichen Mails mit etlichen Verweisen auf die Website doch noch zurückbekommen. Somit seht ihr diesen Posten also nicht in der Tabelle oben.

Unterkunft

Im Gegensatz zu Indien haben wir in Thailand etwas mehr Geld für Unterkünfte ausgegeben. Nicht, weil wir mehr Luxus gebraucht hätten, sondern einfach, weil die Unterkünfte und die Lebenshaltungskosten in Thailand generell etwas höher sind als in Indien.

Unsere günstigste Nacht verbrachten wir in einem Dorm mit 4 Betten. Für schlappe 10 Euro hatten wir ein Hochbett für uns und teilten das Zimmer glücklicherweise nur mit einer netten Französin. Dennoch müssen wir zugeben: Wir sind einfach keine Dorm-Fans! Für eine Nacht ist das okay, aber generell haben wir sehr gerne unsere Ruhe wenn wir von einem langem Tag zurück „nach Hause“ kommen.

Daher haben wir in die übrigen Nächte auch immer im Doppel- oder Zweitbettzimmer verbracht und müssen sagen: Thailand ist unterkunftstechnisch echt klasse! Im Gegensatz zu Indien war (fast) immer alles sauber und meist auch etwas „netter“ eingerichtet. Man merkt einfach, dass Thailand sehr vom Tourismus lebt! Auch ein eigenes Badezimmer war bis auf wenige Ausnahmen eigentlich immer drin!

Verpflegung

Das Essen in Thailand war für uns wie ein Aufatmen. Nach 4 Wochen des Hände desinfizieren, Rezensionen durchforsten und dennoch vorhandenem „Delhi-Belly“ freuten wir uns (und vor allem unser Magen) wahnsinnig auf das Essen in Thailand. Die Preise waren gefühlt zwar doppelt so hoch wie in Indien, aber das machte das „Einfach-an-jeder-Ecke-essen-können“ wieder wett.

Allgemein kann man aber sagen: Gerade in großen Städten ist das Essen an den unzähligen Straßenständen nicht nur extrem günstig, sondern auch meist lecker! Für uns als Veganer ist es da aber je nach Stadt immer etwas schwierig unsere Essgewohnheiten klar zu kommunizieren und daher weichen wir auch oft auf die etwas teureren, aber auch komfortableren Restaurants aus. Eine gute und auch extrem günstige Alternative zu den Straßenständen sind aber auch die sogenannten Jay Restaurants, die es in fast jeder Stadt in Thailand gibt. Gekennzeichnet mit einem Symbol, das unserer 17 oder 18 sehr ähnelt, kann man dort sicher sein, dass alle Speise vegan zubereitet werden. Die Jay Restaurants gehen sogar noch weiter und streichen auch Knoblauch von der Speisekarte. Aber keine Sorge: Das Essen, das einem meist als Buffet serviert wird, schmeckt trotzdem ausgezeichnet und man zahlt selten mehr als 2-3€ p.P.

Allerdings hat man nach 1,5 Monaten auf Reisen dann auch irgendwann mal Lust auf etwas „westlicheres“, was sich natürlich im Allgemeinen auch in einer etwas teureren Restaurant-Rechnung niederschlägt.

Alles in Allem ist das Essensangebot in Thailand aber einfach spitze und wir konnten uns von einem wahnsinnig guten Fallafel Wrap bis zum authentischen Jackfruit-Gericht durch alle möglichen Leckereien schlemmen.

Freizeit

In puncto Freizeitgestaltung hatten wir in Thailand eigentlich nur drei größere Posten:

  1. Eine geführte Tour zum Doi Inthanon (bei der wir wieder einmal merkten – wir mögen diese geführten Touren einfach nicht!)
  2. Ein Kochkurs in Chiang Mai (der super informativ und spaßig war, aber auch etwas stressig)
  3. Der Eintritt zu den Hotsprings in Pai (der eigentlich etwas überteuert war, aber dennoch würden wir es wieder machen)

Ansonsten zahlten wir bspw. noch ein paar Euro für den Eintritt zum White Temple in Chiang Rai und unsere Besuche der Bamboo Bridge und des Land Splits in Pai.

Mobilität

Reisen in Thailand ist super easy! Für größere Strecken haben wir hier stets den Nachtzug gewählt (Trang – Bangkok ca. 22€ p.P. und Bangkok – Chiang Mai ca. 23€ p.P.). Für kürzere Strecken gibt es in Thailand oft kleine Minivans, die abfahren sobald sich genügend Passagiere gefunden haben (Koh Lanta – Trang ca. 10€ p.P., Trang – Phattalung ca. 1.75€ p.P.). Alternativ gibt es für besser frequentierte Strecken auch große Reisebusse (Chiang Mai- Chiang Rai ca. 5€ p.P.). Innerhalb von größeren Städten kann man einerseits auf öffentliche Busse zurückgreifen (Bangkok ca. 0,25€ p.P. pro Strecke, Chiang Mai) oder alternativ auch die sogenannten Songathews nutzen. Dabei handelt es sich um Pickups, die man wie ein Taxi am Straßenrand anhält und man dann (meist) für einen Festpreis auf der Ladefläche durch die Stadt kutschiert wird. Dabei werden bei der Fahrt zum nächsten Zielort immer wieder neue Fahrgäste eingeladen, die ein ähnliches Ziel haben. Der Fahrer legt dann je nach Zielort die Route. Sprich: manchmal dauert es ein paar Minuten länger an seinen Zielort anzukommen, dafür zahlt man aber ja nach Strecke meist viel weniger als für ein Tuktuk oder normales Taxi. Die Option Tuktuk haben wir in Thailand nie genutzt, da sie uns schlicht zu teuer war und wir außerdem auf große Verhandlungen keine Lust hatten. Vielmehr können wir euch aber die App „Grab“ empfehlen. Diese funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie Uber und ist in Thailand relativ verbreitet. Vor allem in Chiang Mai ließen wir uns des öfteren von vielen netten Grab Fahrern nach Hause kutschieren, da unsere Unterkunft dort etwas außerhalb lag.

Eine andere, super aufregende Art sich in Thailand fortzubewegen sind die Roller, die man in fast jeder Stadt für wenig Geld (meist um die 5€ am Tag) mieten kann. Wir haben diese Möglichkeit auf Koh Lanta und in Pai genutzt um die Natur und die Umgebung auf eigene Faust erkunden zu können. Generell würden wir aber jedem dazu raten, sich vor dem Mieten eines Rollers über die Straßen und das Verkehrsaufkommen vor Ort zu informieren und dann erst zu entscheiden: Traue ich mich da ran oder lasse ich das lieber sein. Aus Erfahrung können wir aber sagen: Koh Lanta und Pai waren für uns optimale Orte unsere noch nicht vorhandene Fahrpraxis zu trainieren und die noch vorhandene Angst (vor allem bei Julia) zu lindern.

Gesundheit & Hygiene

Da wir in Thailand bis auf einen Migräneanfall bei Julia glücklicherweise von Krankheiten verschont blieben, beliefen sich unsere Kosten für diese Kategorie auf lediglich 10,27€. Diese gaben wir vor allem für alle mögliche Arten an Moskito Reppellents und für Toilettenpapier, Taschentücher und Zahnpflegeartikel aus.

Telekommunikation

In Bangkok angekommen war nach einem schnellen Snack der erste Punkt auf der To-Do-List natürlich: SIM KARTE BESORGEN! Also klapperten wir die zwei nächstgelegenen 7-Eleven ab und mussten leider feststellen, dass Internet in Thailand etwas teurer ist, als wir es von Indien noch gewohnt waren. Trotzdem: Im Gegensatz zu Deutschland ist es auch in Thailand noch wahnsinnig günstig, online zu bleiben.

Wir entschieden uns für die „Tourist Sim“ von true move und zahlten für 8 Tage und 3 GB 299 Baht (8,46€). Danach konnten wir über verschiedene Short-Codes unser Guthaben und die Gültigkeit der Sim Karte noch beliebig verlängern und zahlten insgesamt ca. 32 € für zwei Simkarten und Internetempfang für unsere gesamte Reisezeit.

Wäsche

In Thailand kann man an jeder Ecke seine Wäsche waschen lassen. Wir haben das innerhalb unserer fast 4 Wochen Reise genau drei Mal gemacht und dafür jedes mal zwischen 4-8 Euro gezahlt. Bezahlt wird in Thailand pro Kilo und das kostet meistens so um die 40 Baht, was je nach Kurs 1 – 1,25 € entspricht (Ausnahmen sollen laut verschiedenster Berichte abgelegenere Inseln sein, da zahlt man dann auch mal 60-80 Baht pro Kilo).

Sonstiges

Ja, auch auf längerer Reise kauft man sich das ein oder andere kleine „Souvenir“. In unserem Fall war das ein T-Shirt und ein Armband bei der Animal Welfare Koh Lanta, ein paar lange Oberteile für Julia im Second Hand Laden (gegen die vielen Stechmücken), eine lange, luftige Hose für Daniel und – last but not least – eine große Tüte Katzenfutter für die vielen Katzen, die wir auf unserer Reise noch treffen würden.

Bankgebühren

Ja, zuletzt eine etwas schlechte Nachricht: Wir mussten Automaten-Gebühren bei der Bargeldabhebung an ATMs zahlen. Aufgefallen ist uns das erst in Laos, als Daniel die Kosten bei den jeweiligen Banken zur Erstattung einreichen wollte. Bei der Santander Kreditkarte ging das problemlos, aber bei der DKB ist uns erst dann aufgefallen – auch als Aktivkunde werden die Automaten-Gebühren nicht erstattet. Tja, Pech gehabt. So erhöhten sich unsere Ausgaben in Thailand auf einen Schlag um 24, 74€. Aber ein Gutes hat das Ganze: Nach dem Lesen DIESER Zeilen, wirst DU nicht den selben Fehler machen! 😉


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