#plasticfreefriday

Wer uns auch auf Instagram verfolgt wird ihn kennen: Unseren #plasticfreefriday!
Seit bereits 8 Wochen versuchen wir unser Leben Woche um Woche etwas nachhaltiger bzw. „plastikärmer“ zu gestalten und nehmen euch dabei jeden Freitag in unserer Instagramstory mit. Dabei befassen wir uns mit den verschiedensten Themenbereichen aus dem Alltag und finden Wege, diese nachhaltiger und/oder plastikärmer zu gestalten. Viele der vorgestellten Produkte und Tipps haben wir nun auf Herz und Nieren getestet, manche haben uns begeistert, manche eher weniger…
Daher ziehen wir in diesem Beitrag ein kleines Resümee.

Der Rasierhobel

Der Rasierhobel eröffnete unsere #plasticfreefridaySerie. Zugegeben – der Name weckt nicht gerade Vertrauen, vor allem wenn es um das sensible Thema Rasur geht. Nach 8 Wochen ohne „konventionellen“ Nassrasierer können wir euch jedoch sagen: Geschnitten haben wir uns (noch) nicht! Aber gehen wir doch ein bisschen ins Detail:

Rasierhobel? Was ist das?

Der Rasierhobel ist ein Nassrasierer, der komplett aus Edelstahl besteht und somit sehr langlebig ist. Im Prinzip ist dieser Rasierhobel genau der Rasierer, den wahrscheinlich auch euer Opa benutzt hat. Somit also ein echtes „Vintage“ Accessoire! 😉 Er kommt mit einer einzelnen Rasierklinge aus, die man durch einen Dreh-Mechanismus easy austauschen kann. Man rasiert mit Rasierschaum oder aber – wie wir es machen – einfach mit ein bisschen (Rasier) Seife. Die Handhabung ist etwas anders, als man es von den üblichen Nassrasierern à la Gillette gewohnt ist. Die Klinge muss nämlich in einem bestimmten Winkel angesetzt werden und gleitet dann ohne jeglichen Druck über die Haut. Durch die superscharfen Rasierklingen, die ihr für ein paar Cent fast überall kaufen könnt (Achtung beim Auspacken: scharf!), wird die Rasur unserer Meinung nach perfekt! Nichts ziept oder hakt. Die Klinge haben wir in 2 Monaten Benutzung jetzt einmal ausgetauscht. Da der Rasierhobel außerdem zwei Seiten hat, an denen die auf beiden Seiten geschärfte Klinge herausschaut, können wir den Rasierer auch gemeinsam nutzen (Wobei wir da sowieso immer eher schmerzfrei waren). Nach der Rasur wird der Hobel schnell mit Wasser abgespült und zum Trocknen auf die Badewannen Armatur gelegt. Dank dem rostfreien Edelstahl braucht ihr euch um Rost nicht zu sorgen.

Warum sind wir überhaupt auf den Rasierhobel umgestiegen?

Wahrscheinlich wirst du es dir schon denken Es ging bei unserem Umstieg vor allem um das Thema Plastik- und Müllvermeidung. Denn auch wenn wir die Klingen der Nassrasierer immer bis aufs Letzte genutzt haben – wir mussten sie dennoch regelmäßig in den Restmüll werfen. Denn leider baut sich so ein Konstrukt aus Plastik und Metall nicht so einfach ab und Recycling ist nach unseren Informationen auch ein schwieriges Thema. Also wollten wir eine Alternative, die möglichst wenig Müll produziert, und sind so sehr schnell auf den Rasierhobel gestoßen. Eingefleischte Nutzer meinen, dass dieser „ein Leben lang“ hält und dadurch die Rasierklingen und deren Papierverpackung der einzige Müll sind der anfällt. Im Vergleich zu den konventionellen Lösungen definitiv ein Fortschritt wie wir finden!

Aber jetzt mal Butter bei die Fische – Rasierhobel – Top oder Flop?

Wir sagen definitiv TOP! Die Eingewöhnung braucht zwar ein paar Tage, aber man ist dann doch recht schnell sehr sicher und mittlerweile rasieren wir wirklich alles mit dem Hobel – auch wenn auf unserer Verpackung stand, dass er für die Intimrasur nur bedingt geeignet sei! Unser Müllverbrauch ist definitiv gesunken und das Ding sieht außerdem auch sehr viel schicker aus, als so ein buntes Plastikteil. Falls ihr trotzdem noch skeptisch seid und bei eurem Nassrasierer bleiben wollt, kann ich (Julia) den Mädels unter euch nur raten: Kauft nicht die Klingen die „extra für Frauen“ gedacht sind, sondern lieber die für Männer! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese deutlich schärfer sind und länger halten.

Falls du den Hobel auch mal ausprobieren willst…

Wie du merkst sind wir wirklich begeistert von unserem Rasierhobel und können Dir daher wirklich nur empfehlen, der Sache mal eine Chance zu geben!
Falls du das Ganze mal ausprobieren willst findest du hier deinen neuen Begleiter:*

Daniel und die Bambus-Zahnbürste!

Bambus – der trendy Rohstoff!

Zurzeit finden wir Bambus überall – der vielseitige Rohstoff ist voll im Trend, denn irgendwie denken wir Deutschen beim Wort Bambus nicht nur an süße Pandas, sondern vor allem auch an eines: Nachhaltigkeit! So war es auch bei uns und so schlichen wir immer wieder um die große Auswahl an „Alternativ-Zahnbürsten“ im Drogeriemarkt herum. Als Daniels konventionelle Zahnbürste dann „endlich“ den Geist aufgab und die Borsten schon ganz traurig in alle Richtungen schielten waren wir fast froh: Endlich „durfte“ eine neue, nachhaltigere Zahnbürste her! Und die Auswahl war echt berauschend. Hydrophil, Humble Brush, Alverde Holzzahnbürste … Da mussten wir dann doch kurz googlen: Welche sollte es denn jetzt werden? Kurz danach die Ernüchterung: So nachhaltig wie wir uns das vorgestellt hatten und vor allem so plastik-frei war die Sache dann doch nicht!

Das Problem „nachhaltiger“ Zahnbürsten

Die lieben Borsten sind das größte Problem, denn bis jetzt hat kein Hersteller eine Lösung gefunden, die es uns Verbrauchern erlaubt, die Zahnbürste samt Bürstenkopf in den Biomüll zu werfen: Für die Borsten wird nämlich meist noch immer Nylon verwendet. Häufig zwar ein sogenanntes Bio-Nylon, das auf nachwachsenden Rohstoffen basiert und unter bestimmten Umständen kompostierbar ist (Nylon-4 und Nylon-6) – diese Umstände findet man aber leider in kaum einer Kompostieranlage vor. Daher heißt es bei Holzzahnbürsten noch immer: Kopf ab und in den Plastikmüll! Auch beim Thema Bambus ernten die Hersteller oft Kritik: Klar, der Rohstoff wächst schnell nach und viele Anbieter achten darauf, dass für Anbau und Verarbeitung kein (Regen-)Wald weichen muss. Dennoch wird Bambus hauptsächlich in China angebaut und benötigt deshalb lange Lieferwege nach Europa. Hier kamen dann auch wir etwas ins Grübeln. Wir sind aber nach kurzer Recherche zu dem Schluss gekommen: Nachhaltiger als die konventionellen Plastikbürsten, die im Laufe ihres Lebens ebenso rund um die Welt fliegen, ist die Bambusalternative allemal (Fräulein Öko hat dazu ein tolles Video gemacht). Außerdem engagieren sich Firmen wie Humble Brush z.B. auch neben dem Verkauf ihres Produktes für die Umwelt und unterstützen bspw. Entwicklungsländer, indem sie dort ihre Zahnbürsten verteilen und die Bevölkerung über Karies und Co aufklären.

Top oder Flop?

Trotz der oben erwähnten, kleinen „Mängel“ – wir finden Bambuszahnbürsten sind ein Schritt in die richtige Richtung! Daniel nutzt nun schon seit 7 Wochen seine Hydrophil Zahnbürste und ist sehr zufrieden. Klar, das Mundgefühl ist ein anderes und auch an den leicht „holzigen“ Geschmack muss man sich erst gewöhnen. Aber hey, das sind Kleinigkeiten mit denen wir gut und gerne klar kommen. Belohnt werden wir mit dem guten Gefühl, zumindest im Kleinen etwas zu verändern, was uns wiederum ein blitzeblankes Lächeln ins Gesicht zaubert! 😉

Bist du der nächste Bambus-Fan?

Wir sagen immer: Probieren geht über studieren, falls du also ein bisschen „Bock auf Bambus“ 😀 bekommen hast:

Hier gelangt ihr zur Hydrophil-Zahnbürste, die Daniel getestet und für gut befunden hat!*

Duschen

66% der Bevölkerung in Deutschland duscht mindestens einmal am Tag … das behauptet zumindest „Die Welt“ in einem Online-Artikel. Vom Wasserverbrauch mal abgesehen ist das auch eine Menge Duschgel und Shampoo, was da tagtäglich mit unserem Abwasser den Abfluss runter fließt. Lange Zeit haben wir uns über die Inhaltsstoffe in Duschgels und Shampoos herzlich wenig Gedanken gemacht. Bis dann vor ein paar Jahren das Thema „Silikone im Shampoo“ aufkam. DM verzierte daraufhin ihre Preisschilder mit dem Label „silikonfrei“, falls das Produkt keine Silikone enthielt. Mittlerweile kauft (zumindest in unserem Freundeskreis) kaum noch jemand Shampoo mit Silikonen. Trotzdem ist der Schluss, dass nun alles ok sei mit Duschgel und Co. natürlich ein falscher:

Denn gerade für die Umwelt birgt eine Shampoo- bzw. Duschgelflasche so manche Gefahr. Und eine davon ist:
Mikroplastik
Schon vor unserer Weltreise hatten wir von dem Thema gehört, aber erst danach wurde uns das gesamte Ausmaß richtig bewusst: Mikroplastik ist überall. Vor allem in Kosmetika. Also war die Entscheidung schnell gefallen: Wir stellen um. Komplett. Und behandeln das Thema „Duschen“ auch bei unserem #plasticfreefriday.

Aber was ist Mikroplastik und warum ist es gefährlich?

Die erste Frage ist relativ schnell beantwortet: Als Mikroplastik wird jede Art von Plastik bezeichnet, die in ihrem Durchmesser kleiner als 5 mm ist. Das kann Hartplastik, aber auch Polyester sein. Im Prinzip ist stofflich also kein Unterschied zu erkennen zwischen einem Becher aus Plastik und einem kleinen Kügelchen aus demselben Stoff. Warum also der Aufschrei? Schließlich verbannt auch niemand seine Plastik-Boxen aus dem Haushalt. Das Problem bzw. die Sorge vieler ist folgendes: Mikroplastik verteilt sich heutzutage zunehmend in unserer Umwelt, einerseits durch Kosmetika, denen solche Stoffe bspw. als Peelingkörner oder aber auch als Füllstoffe zugesetzt werden, andererseits aber auch durch unsere Kleidung. Polyester, Acryl, Lycra.

Bestimmt habt ihr einen der Begriffe schon mal auf dem Etikett eines eurer Kleidungsstücke gelesen. Während des Waschvorgangs lösen sich ein Teile der Fasern und gelangen dann als Mikroplastik in unsere Gewässer. Wir verschmutzen unsere Umwelt also nicht nur mit „sichtbarem“ Müll wie PET Flaschen, sondern auch mit „unsichtbarem“ Müll, der leider genau so lange in unserer Umwelt „überlebt“. Denn auch er ist nicht abbaubar. Die Folge davon? Fische schlucken Mikroplastik, wir essen die Fische und so gelangt das Plastik letzendlich auch in den Organismus von uns Menschen. Aber auch auf anderen Wegen könnte Mikroplastik auf längere Sicht in unsere Körper gelangen: Kläranlagen können beispielsweise nicht 100 % des im Abwasser enthaltenen Mikroplastik aus den Abwässern herausfiltern. Welche Folgen das für uns auf längere Sicht hat weiß man nicht. Grund genug, den Konsum einzuschränken, vor allem wenn es soooo einfach ist:

Wir verbannen Mikroplastik aus unserer Dusche!

Mittlerweile hat sich das Problem mit Mikroplastik rumgesprochen und so gibt es viele Hersteller, die bereits mit dem Label „frei von Mikroplastik“ werben. Allgemein kann man sagen, dass man sich vor allem bei zertifizierter Naturkosmetik sicher sein kann kein Mikroplastik einzukaufen. Dennoch bleibt auch da natürlich der Verpackungsmüll und so dachten wir uns „Wenn schon, denn schon!“ und sind direkt auf Duschgel und Shampoo in fester Form umgestiegen. Während beim Shampoo ein bisschen Suche und Recherche notwendig war, konnten wir beim Duschgel einfach auf ein altbewährtes Mittel zurückgreifen: feste Seife. Denn ja, so einfach kann es manchmal sein. Sorten gibt es selbst in der Drogerie viele und im Internet tut sich ein wahres Paradies für Seifenliebhaber auf. Julia besuchte daraufhin sogar einen Seifenkurs, um ihre eigene Seife herzustellen, die nun nach 6 Wochen Reifeprozess und ungeduldigen Wartens auch endlich im Einsatz ist! Und auch wenn Seife unserer Erfahrung nach fast immer mikroplastikfrei ist: Schaut am besten trotzdem noch mal drauf oder kauft wie oben erwähnt zertifizierte Naturkosmetik, denn gerade bei Peeling-Seifen könnten immer noch Mikroplastikkügelchen enthalten sein! Die Suche nach einem passenden Shampoo Ersatz gestaltete sich etwas schwieriger. Da Julia schon vor der Weltreise „NoPoo“ ausprobiert hatte (vereinfacht: Verzicht auf herkömmliches Schampoo), wusste sie: Mit Haarseife würden wir bei unserem kalkhaltigen Wasser nicht glücklich werden.

Auch das „Shampoo“ aus Roggenmehl und Wasser, was sie einige Wochen lang ausprobiert hatte, würde auf Dauer einfach zu viel Aufwand bereiten. Also schauten wir uns nach „festem Shampoo“ um und wurden tatsächlich im Drogeriemarkt fündig. Und so landete eine der zwei Sorten Shampoo in unserem Badezimmer und wurde ausgiebig getestet.

Duschen ohne (Mikro)plastik: Top oder Flop?

Seit der ersten Dusche mit dem festen Shampoo von Alverde sind nun 6 Wochen vergangen. Die Anschaffungskosten von 4,99 Euro wirken im ersten Moment zwar wirklich hoch, aber die Ergiebigkeit des Shampoos erwies sich bei uns als wirklich gut. Auch wenn auf der Verpackung steht: Für 16 Haarwäschen – wir haben schon deutlich öfter gewaschen und das Shampoo ist noch zur Hälfte da. Auch die Wäsche an sich ist ziemlich angenehm: Im Gegensatz zu Roggenmehlshampoo schäumt das feste Shampoo wie herkömmliches Shampoo und wir haben das Gefühl, dass wir durch die feste Konsistenz deutlich weniger vom Produkt verbrauchen als bei einer konventionellen Shampooflasche, aus der sowieso meist viel zu viel heraus kommt! Die Haare fühlen sich nach dem Waschen etwas „quietschig“ an, das verfliegt aber natürlich beim Föhnen. Alternativ kann man als Spülung noch etwas Apfelessig-Wasser-Gemisch über die Haare geben, oder aber vor dem Föhnen eine winzig kleine Menge Kokosöl in den Händen verreiben und in die nassen Spitzen massieren. Ohne diese beiden pflegenden Rituale hatte ich (Julia) nämlich das Gefühl, dass meine Haare etwas trockener waren als sonst. Dennoch sind wir insgesamt mit der Lösung super zufrieden und werden den festen Shampoos auf jeden Fall treu bleiben!

Verbanne auch du Mikroplastik aus deinem Alltag!

Wie du siehst ist es gerade beim Thema Körperhygiene wirklich einfach auf jegliches Plastik zu verzichten! Es ist einfach, günstig und sorgt nicht nur für ein sauberes Gefühl nach dem Duschen sondern auch für eine saubere Sache für die Umwelt!

Wattestäbchen ohne Watte

Wattestäbchen – (fast) jeder von uns nutzt diese fiesen kleinen Dinger. Warum fies werdet ihr euch jetzt vielleicht fragen. Ganz einfach: Viele dieser Wattestäbchen haben zwar ein Köpfchen aus Baumwolle, ihr Körper allerdings wird meistens aus Plastik hergestellt. Da es sich außerdem um ein Wegwerfprodukt handelt, das nach einmaliger Nutzung direkt im Abfall landet, gelangen viele der kleinen Alltagshelfer über Umwege auch ins Meer. Also nicht gerade das Vorzeigeprodukt in Sachen Nachhatigkeit. Allerdings hatten wir nach unserer Rückkehr von der Weltreise noch einige Plastik-Wattestäbchen auf Vorrat und haben diese natürlich erst mal aufgebraucht. Als ich (Julia) dann irgendwann morgens Im Bad stand und mich ärgerte, dass Daniel ohne Kommentar das letzte Stäbchen benutzt hatte, war klar: Diese kleinen Umweltsünder wollten wir so nicht mehr in unserem Haushalt haben.

Unser neues „Watte“stäbchen

Fest entschlossen mich noch am selben Tag mit dem Thema zu befassen und etwas zu recherchieren, setzte ich mich erstmal in den Bus zur Arbeit. Und dann passierte etwas, was mir gerade in letzter Zeit häufiger passiert: Benutzerdefinierte Werbung bei Instagram. Schon gruselig, wie der ALgorithmus sich den persönlichen Interessen anpasst, in diesem Fall allerdings recht apssend und hilreich. Wurde mir doch ein Silikon-Wattestäbchen vorgeschlagen, welches man immer wieder verwenden kann und das somit effektiv zur Müllvermeidung beiträgt. Da es das beworbene Silikon-Stäbchen aber erst in Zukunft geben würde (es war eine Art Crowdfunding-Aufruf), suchte ich im Internet nach Alternativen und fand Dutzende Silikon-Wattestäbchen – leider ausnahmslos auf Amazon. Dennoch bestelle ich mir am Tag darauf die entsprechende Box von YQHbe.

Top oder Flop?

Verpackt in einer schicken Klappbox, die zwar leider aus Plastik hergestellt, dafür aber fürs Reisen wirklich praktisch ist, kamen bei uns zwei verschiedene Silikonstäbchen an: Eines mit dicken Noppen zur Ohrreinigung und das andere ohne Noppen zum Schminken. Beide werden so in der Klappbox verstaut, dass sie nach dem Gebrauch gut trocknen können und keinen Kontakt zum Dosen-Boden haben. Den ersten Reinigungsversuch wagte ich wie immer nach dem Duschen. Ich habe das Gefühl, dass es dann am einfachsten und schonendsten für das Ohr ist. Das Ohrgefühl des Silikonstäbchens ist definitiv ein anderes als man es von den Wattestäbchen gewohnt ist. Während die Baumwolle die Feuchtigkeit schnell aufsaugt und relativ „weich“ über die Haut gleitet, fühlt sich das genoppte Silikon etwas rutschig und hart an.

Im ersten Moment nicht wirklich angenehm. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass der Schmutz nicht gut am Stäbchen haften bleibt. Nach dem zweiten Versuch tat mir kurz nach dem Putzvorgang sogar das entsprechende Ohr etwas weh. Ob da jetzt unbedingt ein direkter Zusammenhang besteht kann ich nicht genau sagen, aber auch so war bis jetzt nicht wirklich begeistert und so versuchte das Ganze einfach mal mit dem „Make-up“ Stäbchen ohne Noppen. Und ich muss sagen: Das gefiel mir schon besser. Entgegen meiner Erwartung hatte ich das Gefühl, dass das Wattestäbchen hier den Ohrenschmalz viel leichter „mitnahm“ und hatte auch danach keine Schmerzen am Ohr.

Dennoch finde ich, dass die Silikonstäbchen der Baumwollvariante in der Anwendung noch nicht das Wasser reichen können … aber deswegen wieder auf das konventionelle Wegwerfprodukt umsteigen? Auf keinen Fall!

Alternativen

Nachdem wir das Silikon-Ohrstäbchen direkt nach Kauf in unserem #plasticfreefriday geteilt hatten, bekamen wir viele, teils besorgte Nachrichten von euch: Wattestäbchen gehören nicht ins Ohr – ob Silikon oder Baumwolle ist da relativ egal. Klar, wir hatten da auch schon mal diese Horror-Stories von verletzten Trommelfellen gehört, uns aber ehrlich gesagt immer eher gedacht: Na ja, Anwendungsfehler. Jetzt sind wir allerdings etwas schlauer: Durch die Wattestäbchen kann das Ohrenschmalz leicht tiefer ins Ohr gelangen, was für das Ohr natürlich gar nicht gut ist.

Außerdem reicht es völlig täglich den äußerlich sichtbaren Ohrenschmalz schonend abzuwaschen, denn das Ohr „reinigt“ sich im Innern eigentlich von selbst und transportiert das Schmalz nach außen. Daher hier ein paar unserer Meinung nach bessere plastikfreie Alternativen, die wir teils von euch oder aber im Internet gefunden haben:

  1. Ohren einfach beim Duschen mit Wasser auswaschen. Danach mit einem dünnen Tuch ausreiben. Jep, das reicht das vollkommen und birgt keinerlei Verletzungsgefahr.
  2. Es gibt spezielle Ohrenreiniger aus Edelstahl. Hier soll der Effekt des „Ohrenschmalz-ins-Innere-Schiebens“ nicht ganz so groß sein. Dennoch finden wir: Auch hier ist Vorsicht geboten und im Prinzip braucht ihr solche Hilfsmittel nicht (siehe Punkt 1)
  3. Beim HNO die Ohren regelmäßig reinigen lassen. Die wahrscheinlich sicherste, aber auch aufwendigste Methode.

Wir für unseren Teil werden das Silikon-Stäbchen zwar nicht wegwerfen, es aber hauptsächlich zum Schminken verwenden. Unsere Ohren werden wir unter der Dusche gut auswaschen und mit einem dünnen Tuch nach dem Duschen säubern. Und beim nächsten HNO Besuch darf der Doktor alles Übrige für uns erledigen!

Falls du es dennoch ausprobieren willst…

Wie gesagt – uns konnte das Wattestäbchen aus Silikon leider nicht überzeugen. Falls du dir jedoch ein eigenes Bild davon machen willst findest du das Stäbchen hier:*

Last but not least….

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