2,50 € in … Indien!

Indien – bekannt als unglaublich intensives Land. Und ja, wir können das bestätigen: Indien kann sehr sehr  anstrengend sein. ABER: Es ist auch wunderschön und für uns Deutsche vor allem wahnsinnig billig!

Nur was heißt billig? Wahrscheinlich definiert das jeder etwas anders und daher bekommt ihr hier unsere genauen Ausgaben präsentiert, aufgeteilt nach Kostenarten. Unter der Tabelle findet ihr ergänzende Erläuterungen pro Kategorien und Angaben dazu, welche Ausgaben ihr euch evtl. sparen könnt.

Kostenart Gesamtpreis (€) Preis/Person (€) Preis/Tag (€) Preis/Tag/Person (€)
Anreise 541,66 € 270,83 € 19,35 € 9,67 €
Unterkunft 338,58 € 169,29 € 12,09 € 6,05 €
Verpflegung 387,38 € 193,69 € 13,84 € 6,92 €
Freizeit 138,46 € 69,23 € 4,95 € 2,47 €
Mobilität 194,50 € 97,25 € 6,95 € 3,47 €
Gesundheit & Hygiene 10,63 € 5,32 € 0,38 € 0,19 €
Telekommunikation 10,13 € 5,07 € 0,36 € 0,18 €
Wäsche 25,54 € 12,77 € 0,91 € 0,46 €
Equipment & Technik 6,73 € 3,37 € 0,24 € 0,12 €
Sonstiges 36,56 € 18,28 € 1,31 € 0,65 €
Gesamt mit Anreise 1.690,17 € 845,09 € 60,36 € 30,18 €
Gesamt ohne Anreise 1.148,51 € 574,26 € 41,02 € 20,51 €

Anreise

Neben dem One-Way Ticket von Frankfurt über Kuwait nach Delhi mussten wir für die Einreise nach Indien noch ein „Wegwerf-Ticket“ kaufen. In Indien ist es nämlich Pflicht, bei Einreise ein gültiges Ausreiseticket vorzeigen zu können. Da wir zum Zeitpunkt der Buchung allerdings noch nicht wussten wo und wann es nach Indien für uns hingehen sollte, haben wir uns ein „Wegwerf-Ticket“ auf www.bestonwardticket.com gebucht. Das ist ein Ticket, das unter deinem Namen gebucht und dann nach 48 Stunden automatisch wieder storniert wird. Leider können wir diesen Anbieter aber nur bedingt empfehlen! (Dazu wird noch ein Blogbeitrag kommen)

Unterkunft

Von 5€ für ein Doppelzimmer pro Nacht bis 120€… in Indien hast du die freie Auswahl. Natürlich ist die Grenze nach oben auch in anderen Ländern immer offen. In Indien ist sie das (fast) auch nach unten.

Wir haben für unser günstigstes Zimmer schlappe 6€ für zwei Personen im Doppelzimmer gezahlt, für das teuerste (unser Geschenk an uns selbst an Weihnachten) satte 66,60€. Im Schnitt lagen wir bei 12 Euro für zwei Personen. Ein eigenes Bad war immer dabei. Generell ist uns bei Unterkünften folgendes wichtig:

  • Sauberkeit
  • wenn möglich Privatsphäre (In Indien waren zwei Betten im Dorm meist nicht sehr viel günstiger als ein Doppelzimmer mit Bad und so haben wir dort nie in Dorms übernachtet.)
  • Wenn möglich ein eigenes Bad (auch das war in Indien kein Problem)

Verpflegung

Essen ist in Indien wahnsinnig günstig. Gerade wer den Mut und vor allem den Magen dazu hat sich von Streetfood zu ernähren, kommt mit 3-5€ am Tag locker zurecht. Wir hatten allerdings schon am Anfang unserer Reise Probleme mit dem Magen und haben daher weitestgehend in Restaurants gegessen. Im Schnitt kamen wir somit auf ca. 7€ pro Tag pro Person. Außerdem haben wir uns zwei mal ein etwas teureres Restaurant gegönnt (United Coffe House & Jaipur Modern).

Wichtig an dieser Stelle:

  • Trinkt auf KEINEN FALL das Wasser aus der Leitung (wir haben auch zum Zähneputzen Wasser aus Flaschen benutzt!
  • Beim Essen gilt die Regel: Cook it, peel it or forget it!
  • Trinkt KEINE Getränke mit Eiswürfeln. Denn ihr wisst nie, aus welchem Wasser diese gemacht wurden.
  • Wir würden euch auch empfehlen, auf leicht verderbliches zu verzichten, vor allem aber auf Eis und möglichst auch auf Fleisch (ist in Indien super leicht)
  • Wir haben uns vor einem Restaurantbesuch immer kurz die Bewertungen bei Tripadvisor und Google angeschaut.
  • Wenn das Restaurant einen sauberen Eindruck macht sowie die Menschen zuvorkommend und auf eine gute Bewertung bedacht  sind, sollte es meist mit der Sauberkeit auch einigermaßen stimmen.

Freizeit

In puncto Freizeitgestaltung haben wir in Indien eigentlich nicht gespart. Schließlich wollen wir ja auch etwas sehen und erleben! Dennoch hätten wir im Nachhinein (ja da ist man immer schlauer 😀 ) die ein oder andere Sehenswürdigkeit auslassen können. Der City Palace in Jaipur hat uns beispielsweise so gar nicht gefallen.

Was wir außerdem noch bemerkenswert fanden: Inder zahlen hier einen Bruchteil dessen, was Ausländer zahlen. Irgendwie verständlich, aber wir haben bspw. für das Taj Mahal das 22-fache bezahlt, was wir dann doch etwas übertrieben fanden.

Mobilität

Große Strecken haben wir in Indien meist mit dem Zug, kleinere meist mit Tuk-Tuks, Uber/Ola oder zu Fuß zurückgelegt. Unser Favorit für kleine Strecken ist definitiv Uber: Du zahlst einen fixen Preis, sitzt komfortabel im Inneren eines Autos (was beim Smog in den Städten manchmal wirklich angenehmer ist als ein offenes Tuk Tuk) und kannst bequem mit Kreditkarte zahlen. Und wenn du dann doch mal das Tuk Tuk nehmen willst (die kommen in der Rush-Hour meist schneller voran) hast du einen guten Vergleichswert um zu verhandeln. Auch mit dem lokalen Bus sind wir einmal gefahren, was extrem billig ist. Wir zahlten für die Strecke Ajmer-Pushkar schlappe 0,62€ für 2 Personen. Downside: Wir mussten die gesamte Fahrt im Gedränge stehen. Das ist aber definitiv nicht immer der Fall, daher raten wir jedem den Bus wenigstens für eine kleine Strecke mal auszuprobieren. Ein Erlebnis ist es auf jeden Fall!

Für die Strecken zwischen unseren Stationen in Indien nutzten wir fast immer den Zug. Für Nacht-Fahrten buchten wir nach einer extrem kalten abendlichen Fahr in der Sleeper Class (ohne geschlossene Fenster und Türen) die billigste Air-Conditioning Class und würden das in den Wintermonaten für Nachtfahrten auch jedem empfehlen. Im Sommer allerdings ist die günstigere Sleeper Class defintiv ausreichend.

Gesundheit & Hygiene

Elektrolyte, Desinfektionsmittel für die Hände, Paracetamol und Moskito-Schutzcreme – das alles kauften wir neben einigen anderen Kleinigkeiten vor Ort in Indien. Der Apotheker sah uns die Unwissenheit wohl an und verkaufte uns gleich mal ein Pack für 40 Liter Wasser (WTF?). Natürlich merkten wir das erst zuhause: Ups, ein Beutel ist ja für einen Liter, nicht für eine Tasse wie wir es aus Deutschland gewohnt waren. 😀 Naja, verglichen mit Deutschland war es dennoch günstig.

Telekommunikation

Da wir euch mit unseren Instagram Stories natürlich immer Up-to-date halten wollen und außerdem Internet für Dinge wir Google Maps, Uber oder Tripadvisor brauchten, kauften wir uns direkt in Delhi zwei Sim Karten. Für 10,13€ hatten wir täglich 5GB Datenvolumen in 4G und unbegrenzte Telefonanrufe. Und das für 4 Wochen! Das würden wir uns so auch in Deutschland wünschen. 😀

Wäsche

Wir haben in Indien insgesamt drei Mal Wäsche waschen lassen. Im Gegensatz zu Thailand bezahlt man hier nicht per kg sondern per Stück. Je nach Art und Größe des Kleidungsstückes zahlt man meist unterschiedliche Preise, was die Vor-Kalkulation etwas schwierig macht. Einmal haben wir aus Kostengründen (wir finden das Wäschewaschen in Indien vergleichsweise teuer) selbst gewaschen, was relativ einfach war, denn in fast jedem Bad steht in Indien ein großer Eimer, ind em man die Wäsche bequem waschen kann. Manchmal ist das Wäsche waschen aber auch explizit verboten.

Equipment & Technik

Ein Paar Batterien und zwei Travel Adapter, denn unser angeblich „Worldwide-Adapter“ funktionierte nicht für die Indischen Steckdosen. Allerdings müssen wir sagen: Wer nur ein Handy und eine kleine Kamera zu laden hat kommt wahrscheinlich auch ohne aus – viele der Hostels und Hotels haben Steckdosen, in die auch ausländische Stecker passen!

Sonstiges

Es ist Wahnsinn, wie viele schöne Dinge es in Indien an jeder Ecke zu kaufen gibt. Da konnten auch wir mit unserem begrenzten Platzvolumen nicht widerstehen und kauften uns die ein oder andere Kleinigkeit. Unter anderem einen Rock für Julia, ein Shirt für Daniel und eine Anti Smog Maske 😉


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