Nachdem wir den kurzen Flug von Frankfurt Hahn nach Newquay, Cornwall gut hinter uns gebracht hatten, holten wir unseren Mietwagen ab und freuten uns über das schöne Wetter. Auf dem Weg zum Campingplatz wurde uns beiden zum ersten Mal bewusst, was für Gewohnheitstiere wir Menschen doch sind. Das Autofahren auf der linken, statt auf der rechten Seite kostete Daniel eine Menge Konzentration und mich eine Menge nerven.

Trotzdem schafften wir es unbeschadet zu unserer Unterkunft, dem Hendra Holiday Park, wo wir uns für die 4 Tage einen kleinen aber feinen „Glamping-Pod“ gemietet hatten. Wir richteten uns kurz ein, schauten kurz in den Spiegel, um alles wieder an seinen rechten Platz zu rücken und fuhren dann zuerst Einkaufen und schließlich Richtung Newquay Innenstadt.

Da es uns ans Meer zog liefen wir direkt Richtung Küste und wurden mit einem schönen Ausblick belohnt:

Der erste Ausblick auf das Meer

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Der Great Western Beach war also der erste Strand, den wir in Cornwall sehen durften. Für einen Strand, der direkt an der Stadt gelegen ist, war er wirklich wunderschön und vor allem nicht überlaufen. Während wir auf der Straße mit Blick auf den Strand weiter schlenderten entdeckten wir auch einige Möwen, die gerade am Ausbrüten ihrer Eier waren.

Eine Möwe beim Ausbrüten ihrer Eier

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Wir machten uns auf den Weg runter zum Strand und konnten auf dem Weg dorthin die Blumenvielfalt, die wir die nächsten Tage überall in Cornwall antreffen sollten, bewundern.

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Unten angekommen kam das erste Mal in unserem Kurzurlaub so richtige Urlaubsstimmung auf. Das Meeresrauschen, der Sand unter den Füßen, die Sonne, die auf unsere Schultern schien. Schöner hätte es in diesem Moment nicht sein können.

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Beeindruckt von der schönen Landschaft vergaßen wir total die Zeit und erst als ich bemerkte, dass wir plötzlich die einzigen in unserer Bucht waren, wurde mir bewusst: Klar, hier gibt es Ebbe und Flut!

Ein kurzer Blick zurück verriet mir: Es war definitiv die Flut, die die Menschen aus der Bucht trieb. Und wir waren die letzten, die es vor lauter Bilder und Videos machen noch nicht gemerkt hatten. Ich schaute mich um und überlegte, welchen Weg wir am besten nehmen sollten. Es gab zwar eine Holztreppe, die in den Fels führte, diese war aber privat und sah auch nicht sonderlich stabil aus. Daniel war einige Meter von mir entfernt und winkte nur ab, als ich ihm pantomimisch zu verstehen geben wollte, er solle jetzt kommen.

Daniel in seinem Element

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Nach drei mal Drängeln kam er dann glücklicherweise aber doch genervt zu mir, denn es war höchste Zeit. Wir beobachteten kurz die Wellen, um den perfekten Zeitpunkt zu finden den Felsvorsprung, der uns von der anderen Buch trennte, zu passieren.

Die Flut kommt

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Dennoch blieben wir von nassen Füßen nicht verschont. Was normalerweise natürlich ärgerlich ist, war in diesem Moment irgendwie eher komisch als tragisch. Das Wetter war gut genug um durch die nassen Füße nicht zu frieren und so nahmen wir es locker und dachten: Gottseidank haben wir es früh genug bemerkt und mussten nicht schwimmen. 😉

Nasse Füße dank der Flut

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Um die Schuhe noch ein bisschen trocknen zu lassen marschierten wir vom Strand aus noch ein paar Meter an der Küste entlang und auch von dort sah der Great Western Beach toll aus. Vor allem der Schriftzug, den jemand in den Sand des Strandes „gemalt“ hatte sah von dort oben großartig aus.

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Auf unserem kleinen Abendspaziergang entdeckten wir auch eine Aussichtsplattform mit Bank und kleinem Fernrohr. Wir genossen die wärmende Abendsonne und fotografierten außerdem ein Pärchen, das sichtlich beeindruckt von unseren Kameras und dem Vlogging Equipment war. 😀

Schuhe trocknen in der Abendsonne

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Nachdem unsere Schuhe etwas trockener waren, schlenderten wir noch ein kleines Stückchen durch die Stadt und landeten auf einer großen Wiese, auf der sich viele Jugendliche versammelt hatten, um Badminton zu spielen, etwas zu trinken, zu picknicken oder aber eine eindeutig identifizierbare Substanz zu rauchen 😉

Außerdem begegnete uns zu Julias Freude der ein oder andere Hund auf seinem abendlichen Spaziergang.

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Bevor die Sonne unterging, fuhren wir mit unserem Mietwagen, den wir in der Innenstadt geparkt hatten, zurück zu unserem Campingplatz um noch bei genügend Helligkeit etwas auf unserem kleinen Campingkocher zubereiten zu können. Was es gab? Nudeln und Gemüse mit Madras Curry, das zu unserem Erstaunen EXTREM scharf war (wir hätten evtl. nur die Hälfte des Chilli-Pulvers verwenden sollen) und ein paar frische Cocktailtomaten.

In unsere Schlafsäcke eingehüllt ließen wir so den ersten Tag in Cornwall ausklingen.

Hier geht’s zum dazugehörigen Youtube Video


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